Aktuelles aus Kirche und Kloster

5. Fastensonntag / A (29. März 2020)

Mit diesem Sonntag beginnt die SOMMERZEIT - die Uhren um eine Stunde nach VORNE einstellen !!!
 
Lesung: Ez 37,12b-14
Diese Lesung (Gräber, Öffnen der Gräber...) ist schon vom Propheten als Bildwort verstanden. Die in den Gräbern Ruhenden sind die Israeliten im babylonischen Exil. Der Prophet kündet ihnen das Eingreifen Gottes an: ER wird sie herausholen. wieder lebendig machen, d.h. in die Heimat (Freiheit) zurückführen.
Es ist ein Text der Hoffnung: Nicht selten kommen wir uns vor wie "Begrabene" - durch Schicksaksschläge, Krankheit, Beziehungsbrüche... Vielleicht mag sich auch jemand durch die gegenwärtige Pandemie wie ein "Begrabener" vorkommen - wir stehen der ganzen Situation so hilflos gegenüber (trotz der ernst zu nehmenden Maßnahmen), für viele stellt sich die Frage: Wie wird es weitergehen?
Wir als Glaubende dürfen die Antwort des Propheten auch für uns in Anspruch nehmen: Gott wird auch immer wieder aus dem "Grab" herausführen, im Vertrauen auf ihn dürfen wir Zuversicht haben - es wird auch für uns weider eine neue Zeit anbrechen.
 
Evangelium: Joh 11,1-45
Die Auferweckung des Lazarus iszt ein sehr bedeutender Text im Johannesevangelium. Eines der sog. "Ich-bin" Worte prägt die ganze Szene: "Ich bin die Auferstehung und das Leben" (V.25).
Den Rahmen der Geschichte bildet der Tod des Lazarus. Er ist der Bruder von Marta und Maria, die in Betanien wohnen und zu denen Jesus offensichtlich eine besondere Beziehung hat. Aus diesem Grund wird auch die (verständliche) Trauer besonders hervorgehoben: die Schwestern weinen, die begleitenden Juden weinen, Jesus weint und ist betroffen (V.35).
Jesus aber erweist sich als Herr über den Tod: Lazarus holt er in das irdische Leben zurück (als Zeichen), vielmehr aber ist durch Jesus die Macht des Todes überhaupt gebrochen - über die Erfahrung des physischern Todes (die aufrecht bleibt) stellt er Auferstehung und somit Leben in Aussicht. Garant dieser Zusage ist er selber, der sehr wohl (physisch) gestorben ist, aber in Wirklichkeit lebt.
Die ganze Geschichte soll nicht eine Vertröstung sein, um von der (brutalen) Wirklichkeit des Todes abzulenken. Vielmehr ist sie die Eröffnung einer neuen Dimension. Wer mit diesem Jesus mitgeht, sich an ihn hält - der wird "inEwigkeit nicht sterben", sondern leben!!!
 
Liebe Kirchenbesucherinnnen und Kirchenbesucher!
Leider können wir Ihnne noch keine guten Nachrichten geben, was unsre Situation betrifft. Es wird - so sagen uns die zuständigen Leute - noch dauern. Wir hoffen und wünschen, dass Sie einigermaßen mit Ihrer Situation zurecht kommen. Wir feiern täglich (alleine) die hl. Messe und schließen u.a. ganz besonders auch Sie in unser Gebet ein. Wir bitten um dieses auch von Ihnen. So bleiben wir in Gemeinschaft verbunden, so werden wir auch mit dem Vertrauen auf Gott gut aus der Krise kommen!
Wenn Sie Fragen oder Bitten haben, können Sie sich gerne an uns wenden:
01 512 45 78 oder wien@franziskaner.at