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TAUFE JESU (10. Jänner 2021)

Evangelium (Mk 1,7-11)
Die Taufe Jesu umfasst nach Mk nur die drei Verse 9-11 und wird als eine persönliche Erfahrung Jesu geschildert: ER sieht, wie der Himmel sich auftut und der Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herabkommt. Die "Taube" spielt bereits in der Genesis (8,11) die Rolle einer "Botin", die eine neue Zeit (des Lebens) ankündigt. Beim jüdisch-hellenistischen Philosophen Philo v. Alexandrien spielt die Taube als Symbol der Weisheit eine Rolle. Hier symbolisiert sie den Geist Gottes und wurde in der Folgezeit in den ikonographischen Darstellungen zum Symbol des "hl. Geistes" schlechthin. Entscheidend ist die klärende und deutende Stimme Gottes: Du (direkte Anrede!) bist mein geliebter Sohn... Und wir (Leserinnen und Leser) werden Zeugen: Dieser Jesus ist der von Gott selber beglaubigte und eingesetzte Bote, der in einer einzigartigen, innigen Beziehung (Sohn) zu seinem Vater steht.

Denken wir heute an unsere eigene Taufe: Wir alle sind als  Töchter und Söhne von Gott angenommen. Die eigene Taufe prägt als "unauslöschliches Merkmal" unser Leben und unsere Existenz.

Mit dem Fest der "Taufe des Herrn" ist die Weihnachtszeit zu Ende, es beginnt (mit Montag) die Zeit "im Jahreskreis" (B) und dauert bis zum Dienstag (16. Februar) vor dem Aschermittwoch.

Wir wünschen Ihnen allen viel Kraft zum Durchhalten und Gottes Segen für Sie selber, Ihre Familien und alle Menschen, die mit Ihnen auf dem Weg sein.